Stiefel und Schichten für den Weg nach Jigokudani
Die meisten Besucher in Jigokudani laufen eine Stunde durch Schnee und stehen eine weitere still am Becken. In dieser zweiten Stunde kriecht die Kälte in dich hinein. Unten kommen zuerst Winterschichten und Stiefel, am Ende die leichtere Sommerausrüstung.
Schichten für ein Tal unter null
Von Dezember bis Februar liegen die Morgen im Tal bei etwa −10 bis −5 °C, und die Höchstwerte steigen selten über 3 °C. Der Weg nach oben wärmt dich, dann stehst du eine Stunde am Becken, während der Dampf vorbeizieht. Zieh dich für diese Stunde an.
- Eine Basisschicht aus Wolle oder Kunstfaser, keine Baumwolle
- Eine Fleece- oder leichte Daunenjacke als mittlere Schicht
- Eine winddichte, wasserdichte Außenjacke mit Kapuze
- Eine warme Hose oder Thermoleggings unter deiner normalen
- Dicke Socken und ein Ersatzpaar in der Tasche
Mehrere dünne Schichten funktionieren besser als ein riesiger Mantel. Beim Aufstieg ist dir warm, am Becken kalt, also müssen Teile ohne viel Aufwand aus- und wieder angezogen werden können.
Am Schneetag in Shiga Kogen, ab ~146 €, verbringst du zusätzlich Zeit in einem höher gelegenen Skigebiet, für das das Angebot vor −5 bis −10 °C warnt. Das Spielen im Schnee kommt vor dem Park, also zieh dich für diesen kälteren Stopp an.
Stiefel und Halt
Die Schuhe zählen mehr als alles andere im Gepäck. Der Weg ist pro Richtung etwa 1,6 km lang, und im Winter besteht er aus festgetretenem Schnee mit vereisten Stellen an Hängen und Treppen.
Die Bustour ab Nagano, ab ~124 €, warnt vor einem rutschigen Weg und schließt Absätze und Sandalen aus. Wasserdichte Stiefel mit tiefem Profil sind das Minimum.
Spikes zum Überziehen mit kleinen Zacken oder Spiralen machen die vereisten Stücke leicht, und sie passen in eine Jackentasche, sobald du wieder am Bus bist. Kauf dir möglichst vor der Reise ein Paar.
Zur Schneeschmelze wird derselbe Weg schlammig, wie ein Gast der Obuse-Tour feststellte, dann lohnen sich wasserdichte Stiefel ebenfalls. Unser Ratgeber zum Weg begleitet den Pfad durchs Jahr.
Hände und Ohren warm halten
Eine warme Mütze über den Ohren bringt mehr als eine dickere Jacke. Schwierig sind die Handschuhe, weil du sie zum Fotografieren ausziehst. Dünne Unterziehhandschuhe unter einem dickeren Paar lassen dich das Handy bedienen, ohne die Haut freizulegen.
Wegwerf-Handwärmer gibt es in Japan in jedem Konbini. Steck einen in jede Tasche und einen neben dein Handy, denn Kälte leert den Akku schnell.
Ein Schal oder Schlauchtuch hilft auf dem Weg, wo der Wind durchs Tal pfeift. Eine Sonnenbrille lohnt sich an hellen Tagen, wenn die Sonne auf frischem Schnee grell ist.

Schneekleidung in Shiga Kogen leihen
Wer nur für Stadtbesichtigungen gepackt hat, kann am Shiga-Kogen-Tag Ausrüstung leihen, denn Schneekleidung ist nicht im Preis enthalten. Jacken und Hosen kosten 500 Yen pro Teil. Handschuhe und Stiefel kosten genauso viel, und es gibt auch kleine Größen.
Gäste fanden die Leihstiefel am Rodelhang praktisch und später noch einmal auf dem Weg. Skifahren ist nicht enthalten und dafür bleibt auch keine Zeit, die Skiausrüstung kann also im Hotel bleiben.
Erst rodeln, dann die Affen
Der Tag in Shiga Kogen beginnt mit 1,5 Stunden im Schnee und einem Mittagessen an den Pisten. Danach folgen etwa 2,75 Stunden im Park samt Weg. Der Preis ab ~146 € deckt die Aktivitäten und den Eintritt, Schneekleidung leihst du für 500 Yen pro Teil.
Eltern, die den Schneetag mit kleinen Kindern erwägen, finden mehr dazu im Familienratgeber. Er geht die Kinderregeln jeder Tour durch.
Eine kleine Tasche, Essen außer Sicht
Nimm einen kleinen Rucksack mit und lass den Rest zurück. Die Obuse-Tour erlaubt gar kein Gepäck und keine großen Taschen, was zählt, wenn du danach direkt mit dem Zug weiterfahren wolltest.
Bei der Tour im Privatwagen bleiben die Taschen im Auto. Am Bahnhof Nagano gibt es Schließfächer für den Rest, und der Ratgeber zu den Treffpunkten zeigt, wo jede Tour abholt.
Die Affen wissen, wie Essen aussieht. Lass Snacks und Getränke im geschlossenen Rucksack, denn der Park bittet auch darum, Plastiktüten nicht zu zeigen. Iss im Café oder zurück im Kleinbus.
Fotos und Bargeld
Die Affen laufen nah an den Wegen entlang, da gelingt mit jedem Handy ein Bild. Mit einer Kamera mit Zoomobjektiv holst du Gesichter im Dampf heran, ohne näher zu gehen, als die Regeln erlauben.
Selfiesticks bleiben bei den Tieren eingeklappt, und Drohnen sind verboten. Ein Tuch für die Linse hilft, weil der Dampf aus dem Becken das Glas beschlägt.
Nimm etwas Yen mit. Bei den Touren 1–4 sind die 800 Yen Eintritt für Erwachsene inklusive (400 Yen für Kinder, unter 6 frei), während du bei der Tour im Privatwagen, ab ~118 € pro Person, am Eingang selbst zahlst.
Mit Bargeld bezahlst du auch einen Kaffee oder den Apfelkuchen im Café Enza am Eingang. Unsere Preisübersicht listet die anderen Extras, die am Tag anfallen.
Ein Handtuch für Shibu Onsen
Bei der Shibu-Onsen-Tour, ab ~113 €, gehört am Nachmittag ein öffentliches Bad im alten Thermalort unterhalb des Parks dazu. Die Tour leiht dir ein Onsen-Stempelhandtuch, das du am Ende zurückgibst.
Die Bäder sind nach Geschlechtern getrennt, und Badekleidung trägt man nicht, du badest also auf japanische Art in etwa 42 °C heißem Wasser. Nimm frische Unterwäsche für danach mit.
Sommer und Übergangsmonate
Vom späten Frühling bis zum Frühherbst wird die Ausrüstung leichter. Im Juli und August erreichen die Höchstwerte etwa 28 °C, und der Schatten des Waldes hält den Weg kühler. Die Liste ist kurz.
- Eine leichte Regenjacke, denn Schauer in den Bergen kommen schnell
- Mückenschutz für den Weg durch den Wald
- Eine Flasche Wasser für Hin- und Rückweg
- Schuhe mit Profil für Wurzeln und nasse Steine
Im April und November können die Morgen im Tal noch kalt sein, auch wenn es in der Stadt mild wirkt. Ein Fleece und eine Mütze verdienen ihren Platz in der Tasche. Der Ratgeber Monat für Monat zeigt, wie jede Jahreszeit im Park ist.